Autor: Karsten Büttner, Online-Marketing-Praxis
Möglichst viele legitime E-Mail-Adressen zu sammeln ist ein erstrebenswertes
Marketingziel. Denn ein regelmäßiger Kontakt zu Interessenten
bedeutet mittelfristig Kunden zu gewinnen. Das klingt zunächst
banal. Doch die richtige Gestaltung der Adressgewinnung entscheidet über
die Zahl der gewonnenen Kontakte.
Bei
der Arbeit für unsere Kunden machten wir interessante
Entdeckungen, wie sich die Anzahl von Abonnenten für Newsletter
mit recht einfachen Mitteln steigern lässt. Wir hatten es zunächst
nicht für möglich gehalten, was amerikanische Marketing-
Kollegen verschiedentlich über die Steigerung von Abonnenten-Zuwächsen
geschrieben hatten. Unsere Praxis-Tests haben uns dann vollends überzeugt.
Wie Sie möglichst viele Besucher zu Interessenten
machen
Sie
haben durch die Gestaltung Ihrer Internet-Präsenz und/oder
durch werbliche Instrumente erreicht, dass viele Leute auf Ihre Website
gelangen? Damit haben Sie schon einen großen Schritt erreicht:
Aufmerksamkeit.
Als
nächstes muss Ihr Ziel lauten: möglichst viele Besucher
zu Interessenten zu qualifizieren und diese anschreiben zu dürfen.
Denn der Kontakt zu qualifizierten Interessenten ist wesentlich günstiger
als jede Neuakquise.
Um
Besucher zu Interessenten und mittelfristig einen möglichst
großen Teil davon zu Kunden zu machen, ist nach wie vor der
Newsletter. Zwischenzeitlich totgesagt, erlebt er gerade eine Renaissance.
Je mehr qualifizierte Abonnenten Ihr Newsletter hat, desto bessere
Chancen haben Sie natürlicherweise, Ihr Angebot zu platzieren.
Pop-Ups - keiner liebt sie
Man braucht
nur den Begriff Pop-Up in eine Diskussion unter Marketing-Interessierten
zu werfen und schon entspinnt
sich eine heiße Diskussion. Meist
schält sich heraus, dass Pop-Ups penetrant sind und in einem
seriösen Marketing nichts zu suchen haben. Und das ist falsch.
Auch
hier kommt es auf die Art und Weise an, wie die Technik verwendet
wird. Wir sprechen nicht von sich stests vervielfältigenden
Pop-Ups mit "Koof mich"-Aufrufen.
Wir
sprechen von dem Verfahren, das es ermöglicht, durch ein
separates Fenster, das sich zu einem bestimmten Zeitpunkt öffnet,
eine Extra-Aufmerksamkeit zu bekommen.
Das können sie mit Pop-Ups erreichen
Wir haben Pop-Up-Fenster bislang
bei drei Kunden eingesetzt. Damit können wir zwar nicht gerade
behaupten repräsentative Ergebnisse
präsentieren zu können, doch die Ergebnisse an sich sind
schon frappierend. (Grund genug, das auf der eigenen Site auch zu
tun.)
Alle
drei Kunden haben bereits einen Newsletter. Während
die Besuchszahlen pro Monat im vierstelligen Bereich lag, so betrug
die
Zahl der Newsletter-Anmeldungen nur zwischen ein und drei Prozent.
Ziel war es nun, die Anmeldezahlen zu steigern.
Allein
mit den Pop-Up-Fenstern konnten die Newsletterbestellungen zwischen
140 und 210 Prozent gesteigert
werden.
Konkret:
Während Kunde A monatlich zunächst 130
Neu-Abonnenten hatte, waren es nun rund 400 im Durchschnitt.
Das
heißt:
am Jahresende haben Sie statt 1.560 neuer Abonnenten rund 4.800 neue
Abonnenten gewonnen.
Ich
denke, dass sich der ROI (Return on Investment) für eine
simple Programmierung und Betextung eines Pop-Ups sehen lassen kann.
So steigern Sie Ihre Abonnements mit Pop-Ups
Damit Sie dieses Ziel,
die Steigerung von Abonnentenzahlen, mit einem Pop-Up-Fenster erreichen
können, müssen Sie folgende
Dinge beachten.
|
| 1. |
Sparsamer Gebrauch |
|
| 2. |
Informativ und nutzenorientiert statt penetrant-werblich |
|
| 3. |
Schnelle Ladezeit, Reduktion auf das absolut
Notwendige |
|
| 4. |
Richtiger Zeitpunkt |
1. Sparsamer Gebrauch
Verwenden Sie Pop-Up-Fenster nur dort, wo sie
eine wirklich sinnvolle Funktion übernehmen. Nach Möglichkeit
sollten Sie nur ein Pop-Up-Fenster auf der ganzen Site einsetzen. Nämlich
das, um Newsletter-Abonnenten zu gewinnen. Mehr Pop-Ups bedeuten, dass
eine
Aufmerksamkeits-Inflation stattfindet.
Sparsamer
Gebrauch heißt: das Sie sich vorher überlegt
haben müssen, welche Funktion Ihr Newsletter im gesamten Marketing übernehmen
soll. Wenn es für Sie wichtiger ist, auf Ihrer Site bestimmte
Funktionen Ihres Angebots per Pop-Up-Fenster zu erläutern, wird
das Pop-Up-Fenster für den Newsletter weit weniger beachtet
werden als wenn es als "Solist" erscheint.
2. Informativ und nutzenorientiert statt penetrant-werblich
Pop-Ups
nerven dann nicht, wenn sie einen Nutzen für den Betrachter
haben und nicht als platte Werbung gesehen werden. Die Akzeptanz
eines Pop-Up-Fensters, in dem ein kostenloses Newsletter-Abo angeboten
wird, ist weitaus größer als der Versuch, ein Produkt
darüber zu verkaufen.
3. Schnelle Ladezeit, Reduktion auf das
absolut Notwendige
Vermeiden
Sie alles, was Ladezeiten verlängert. Verzichten
Sie nach Möglichkeit auf Bilder oder Grafiken. Machen Sie das
Pop-Up-Fenster vom Datenumfang so klein wie möglich, so dass
es auch bei einem langsamen Rechner wirklich "aufpoppt".
In ein bis maximal drei kurzen Sätzen weisen Sie darauf hin,
welchen Nutzen der Abonnent von Ihrem Newsletter hat. Geben Sie ihm
auch die Sicherheit, dass er oder sie sich jederzeit einfach wieder
abmelden kann.
4. Richtiger Zeitpunkt
Nun kann man argumentieren, dass der richtige
Zeitpunkt für
ein Pop-Up-Fenster gleich am Anfang eines Besuchs ist, wenn die Aufmerksamkeit
noch frisch ist. Dagegen spricht allerdings, dass die meisten Besucher
sich ja in der Regel erst einmal über Ihr Angebot informieren
wollen. Ob sie Ihren Newsletter bestellen werden, hängt maßgeblich
davon ab, was sie an Inhalten auf Ihrer Site finden. Vor diesem Hintergrund
entscheiden Besucher, ob sie überhaupt (noch) einen Newsletter
bestellen.
Meiner
bisherigen Erfahrung nach ist es besser, Pop-Up-Fenster am Schluss
eines Besuchs öffnen zu lassen. Das heißt, wenn
Ihr Besucher gerade Ihre Site verlassen will, erhält er über
Ihr Extra-Fenster in kurzen Sätzen die Vorteile eines Newsletter-
Abonnements genannt.
Ich
habe dafür bislang keine statistisch gesicherte Erkenntnisse,
sondern leite das vom "gesunden Menschenverstand" ab. Wer
von den mitlesenden Kollegen gleiche oder andere Erfahrungen hat,
darf sich aufgerufen fühlen, mir seinen Kenntnis-Stand mitzuteilen.
Wir kommen dann zu einem späteren Zeitpunkt zum Thema zurück.
Incentives steigern Anmelderate nochmals
Bieten Sie mit der Newsletter-Bestellung
noch ein attraktives Geschenk mit an, so erhöht das die Anmeldequote
nochmals. Was Sie dort anbieten, sollte mit Ihrem Angebot zusammenhängen
und für den Besucher einen Wert darstellen. Um eine Automatisierung
zu gewährleisten, sollte es sich um ein digitales Produkt handeln.
Der tausendste Aufguss einer Checkliste wird aber genau so wenig
interessant sein wie Ihre Unternehmensdarstellung als besonderes "Give-away".
Es muss ein klarer Nutzen für Ihre Zielgruppe vorhanden sein.
Der "Ich
will Dich nicht mehr sehen"-Cookie
Gehen Ihre Newsletter-Abonnenten
häufiger auf Ihre Site? Ich
will es für Sie hoffen. Dann werden diese Besucher überflüssigerweise
jedesmal beim Verlassen Ihrer Site daran erinnert, dass Sie Ihren
Newsletter abonnieren mögen.
Dann wird das Pop-Up in der Tat
nervig. Da mögen die Besucher
denken: Es wäre schön, wenn sich die Website an mich erinnern
könnte.
Den Besuchern kann geholfen werden! Geben Sie Ihren Besuchern
die Gelegenheit einen Cookie zu setzen. Dieser beinhaltet, dass er/sie
das Newsletter-Pop-Up nicht mehr sehen will.
Zu technischen Fragen
konsultieren Sie Ihren Programmierer oder uns, wir vermitteln Sie
weiter. Gerne höre ich von Ihren Erfolgen.
UMFRAGE
Welche Erfahrungen haben Sie mit der Gewinnung von Newsletter-
Abonnenten durch Pop-Up-Fenster auf Ihrer Site oder auf der eines
Ihrer Kunden?
Schreiben Sie mir: karsten.buettner@online-marketing-praxis.de
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