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Sandra Kuhn
Key Account Managerin

E-Mail Marketing Know How

 
So bekommen Sie mehr Abonnenten für Ihren Newsletter
 
Autor: Karsten Büttner, Online-Marketing-Praxis

Möglichst viele legitime E-Mail-Adressen zu sammeln ist ein erstrebenswertes Marketingziel. Denn ein regelmäßiger Kontakt zu Interessenten bedeutet mittelfristig Kunden zu gewinnen. Das klingt zunächst banal. Doch die richtige Gestaltung der Adressgewinnung entscheidet über die Zahl der gewonnenen Kontakte.

Bei der Arbeit für unsere Kunden machten wir interessante Entdeckungen, wie sich die Anzahl von Abonnenten für Newsletter mit recht einfachen Mitteln steigern lässt. Wir hatten es zunächst nicht für möglich gehalten, was amerikanische Marketing- Kollegen verschiedentlich über die Steigerung von Abonnenten-Zuwächsen geschrieben hatten. Unsere Praxis-Tests haben uns dann vollends überzeugt.

Wie Sie möglichst viele Besucher zu Interessenten machen
Sie haben durch die Gestaltung Ihrer Internet-Präsenz und/oder durch werbliche Instrumente erreicht, dass viele Leute auf Ihre Website gelangen? Damit haben Sie schon einen großen Schritt erreicht: Aufmerksamkeit.

Als nächstes muss Ihr Ziel lauten: möglichst viele Besucher zu Interessenten zu qualifizieren und diese anschreiben zu dürfen. Denn der Kontakt zu qualifizierten Interessenten ist wesentlich günstiger als jede Neuakquise.

Um Besucher zu Interessenten und mittelfristig einen möglichst großen Teil davon zu Kunden zu machen, ist nach wie vor der Newsletter. Zwischenzeitlich totgesagt, erlebt er gerade eine Renaissance. Je mehr qualifizierte Abonnenten Ihr Newsletter hat, desto bessere Chancen haben Sie natürlicherweise, Ihr Angebot zu platzieren.

Pop-Ups - keiner liebt sie
Man braucht nur den Begriff Pop-Up in eine Diskussion unter Marketing-Interessierten zu werfen und schon entspinnt sich eine heiße Diskussion. Meist schält sich heraus, dass Pop-Ups penetrant sind und in einem seriösen Marketing nichts zu suchen haben. Und das ist falsch.

Auch hier kommt es auf die Art und Weise an, wie die Technik verwendet wird. Wir sprechen nicht von sich stests vervielfältigenden Pop-Ups mit "Koof mich"-Aufrufen.

Wir sprechen von dem Verfahren, das es ermöglicht, durch ein separates Fenster, das sich zu einem bestimmten Zeitpunkt öffnet, eine Extra-Aufmerksamkeit zu bekommen.

Das können sie mit Pop-Ups erreichen
Wir haben Pop-Up-Fenster bislang bei drei Kunden eingesetzt. Damit können wir zwar nicht gerade behaupten repräsentative Ergebnisse präsentieren zu können, doch die Ergebnisse an sich sind schon frappierend. (Grund genug, das auf der eigenen Site auch zu tun.)

Alle drei Kunden haben bereits einen Newsletter. Während die Besuchszahlen pro Monat im vierstelligen Bereich lag, so betrug die Zahl der Newsletter-Anmeldungen nur zwischen ein und drei Prozent. Ziel war es nun, die Anmeldezahlen zu steigern.

Allein mit den Pop-Up-Fenstern konnten die Newsletterbestellungen zwischen 140 und 210 Prozent gesteigert werden.

Konkret: Während Kunde A monatlich zunächst 130 Neu-Abonnenten hatte, waren es nun rund 400 im Durchschnitt.

Das heißt: am Jahresende haben Sie statt 1.560 neuer Abonnenten rund 4.800 neue Abonnenten gewonnen.

Ich denke, dass sich der ROI (Return on Investment) für eine simple Programmierung und Betextung eines Pop-Ups sehen lassen kann.

So steigern Sie Ihre Abonnements mit Pop-Ups
Damit Sie dieses Ziel, die Steigerung von Abonnentenzahlen, mit einem Pop-Up-Fenster erreichen können, müssen Sie folgende Dinge beachten.
1. Sparsamer Gebrauch
2. Informativ und nutzenorientiert statt penetrant-werblich
3. Schnelle Ladezeit, Reduktion auf das absolut Notwendige
4. Richtiger Zeitpunkt

1. Sparsamer Gebrauch
Verwenden Sie Pop-Up-Fenster nur dort, wo sie eine wirklich sinnvolle Funktion übernehmen. Nach Möglichkeit sollten Sie nur ein Pop-Up-Fenster auf der ganzen Site einsetzen. Nämlich das, um Newsletter-Abonnenten zu gewinnen. Mehr Pop-Ups bedeuten, dass eine Aufmerksamkeits-Inflation stattfindet.

Sparsamer Gebrauch heißt: das Sie sich vorher überlegt haben müssen, welche Funktion Ihr Newsletter im gesamten Marketing übernehmen soll. Wenn es für Sie wichtiger ist, auf Ihrer Site bestimmte Funktionen Ihres Angebots per Pop-Up-Fenster zu erläutern, wird das Pop-Up-Fenster für den Newsletter weit weniger beachtet werden als wenn es als "Solist" erscheint.

2. Informativ und nutzenorientiert statt penetrant-werblich
Pop-Ups nerven dann nicht, wenn sie einen Nutzen für den Betrachter haben und nicht als platte Werbung gesehen werden. Die Akzeptanz eines Pop-Up-Fensters, in dem ein kostenloses Newsletter-Abo angeboten wird, ist weitaus größer als der Versuch, ein Produkt darüber zu verkaufen.

3. Schnelle Ladezeit, Reduktion auf das absolut Notwendige
Vermeiden Sie alles, was Ladezeiten verlängert. Verzichten Sie nach Möglichkeit auf Bilder oder Grafiken. Machen Sie das Pop-Up-Fenster vom Datenumfang so klein wie möglich, so dass es auch bei einem langsamen Rechner wirklich "aufpoppt". In ein bis maximal drei kurzen Sätzen weisen Sie darauf hin, welchen Nutzen der Abonnent von Ihrem Newsletter hat. Geben Sie ihm auch die Sicherheit, dass er oder sie sich jederzeit einfach wieder abmelden kann.

4. Richtiger Zeitpunkt
Nun kann man argumentieren, dass der richtige Zeitpunkt für ein Pop-Up-Fenster gleich am Anfang eines Besuchs ist, wenn die Aufmerksamkeit noch frisch ist. Dagegen spricht allerdings, dass die meisten Besucher sich ja in der Regel erst einmal über Ihr Angebot informieren wollen. Ob sie Ihren Newsletter bestellen werden, hängt maßgeblich davon ab, was sie an Inhalten auf Ihrer Site finden. Vor diesem Hintergrund entscheiden Besucher, ob sie überhaupt (noch) einen Newsletter bestellen.

Meiner bisherigen Erfahrung nach ist es besser, Pop-Up-Fenster am Schluss eines Besuchs öffnen zu lassen. Das heißt, wenn Ihr Besucher gerade Ihre Site verlassen will, erhält er über Ihr Extra-Fenster in kurzen Sätzen die Vorteile eines Newsletter- Abonnements genannt.

Ich habe dafür bislang keine statistisch gesicherte Erkenntnisse, sondern leite das vom "gesunden Menschenverstand" ab. Wer von den mitlesenden Kollegen gleiche oder andere Erfahrungen hat, darf sich aufgerufen fühlen, mir seinen Kenntnis-Stand mitzuteilen. Wir kommen dann zu einem späteren Zeitpunkt zum Thema zurück.

Incentives steigern Anmelderate nochmals
Bieten Sie mit der Newsletter-Bestellung noch ein attraktives Geschenk mit an, so erhöht das die Anmeldequote nochmals.

Was Sie dort anbieten, sollte mit Ihrem Angebot zusammenhängen und für den Besucher einen Wert darstellen. Um eine Automatisierung zu gewährleisten, sollte es sich um ein digitales Produkt handeln. Der tausendste Aufguss einer Checkliste wird aber genau so wenig interessant sein wie Ihre Unternehmensdarstellung als besonderes "Give-away". Es muss ein klarer Nutzen für Ihre Zielgruppe vorhanden sein.

Der "Ich will Dich nicht mehr sehen"-Cookie
Gehen Ihre Newsletter-Abonnenten häufiger auf Ihre Site? Ich will es für Sie hoffen. Dann werden diese Besucher überflüssigerweise jedesmal beim Verlassen Ihrer Site daran erinnert, dass Sie Ihren Newsletter abonnieren mögen.

Dann wird das Pop-Up in der Tat nervig. Da mögen die Besucher denken: Es wäre schön, wenn sich die Website an mich erinnern könnte.

Den Besuchern kann geholfen werden! Geben Sie Ihren Besuchern die Gelegenheit einen Cookie zu setzen. Dieser beinhaltet, dass er/sie das Newsletter-Pop-Up nicht mehr sehen will.

Zu technischen Fragen konsultieren Sie Ihren Programmierer oder uns, wir vermitteln Sie weiter. Gerne höre ich von Ihren Erfolgen.

UMFRAGE
Welche Erfahrungen haben Sie mit der Gewinnung von Newsletter- Abonnenten durch Pop-Up-Fenster auf Ihrer Site oder auf der eines Ihrer Kunden?

Schreiben Sie mir: karsten.buettner@online-marketing-praxis.de

   
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