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E-Mail
Marketing Know How |
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| Wie
Sie den Effekt Ihres Newsletters sinnvoll messen |
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Autor:
Karsten Büttner, Online-Marketing-Praxis
Wohl jeder Newsletter-Betreiber wird den Erfolg seiner Anstrengungen
messen wollen.
Wir betrachten und bewerten einige gängige Kriterien auf ihre
Brauchbarkeit. Dieses sind die gebräuchlichsten Kriterien:
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| 1. |
Öffnungsrate |
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| 2. |
Erfolgreiche Zustellungen |
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| 3. |
An- und Abmeldungen |
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| 4. |
Empfehlungen |
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| 5. |
Link-Popularität |
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| 6. |
Leser-Feedback |
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| 7. |
Kommerzieller Erfolg |
1. Öffnungsrate
Dieses Kriterium bezieht sich auf die tatsächlich vom
Empfänger geöffneten
Newsletter. Es soll
ein Kriterium liefern, wie gut die Publikation angenommen
wird. Eine derartige Messung ist technisch in dieser Form nur im HTML-Newsletter
möglich. Dabei wird ein unsichtbarer Code (weißes
1-Pixel-GIF) platziert.
In der Logfile-Analyse läßt sich das Bildchen als Datei lokalisieren
und daher messen. So weit zur Theorie.
Praktisch sieht es so aus, dass die Messung
nur möglich ist, wenn der
Empfänger beim Öffnen des Newsletters online ist. Doch selbst wer
online ist, mag vielleicht selektiv im Vorschaufenster lesen. Über die
tatsächliche Wahrnehmung sagt eine globale Öffnungsrate nicht nur
wenig aus, sondern sie ist höchst unzuverlässig.
Interessanter ist
dagegen, wenn Sie die Popularität von bestimmten Artikeln
messen können. Online-Marketing-Praxis tut dieses zum Beispiel dadurch,
dass wir im E-Mail-Newsletter lediglich Teaser zu den einzelnen Artikeln haben.
Daneben gibt es eine spezifische Adresse für den
PDF-Newsletter. In den
Logfiles lässt sich außerdem genau feststellen, wer Artikel von
der Website und wer die Artikel direkt aus dem Newsletter angeklickt hat.
2.
Erfolgreiche Zustellung
Ein zuverlässiges Newsletter-System sollte ein
automatisch funktionierendes Bounce-Handling besitzen. Das heißt: für
nicht zustellbare E-Mails werden in einem bestimmten Zeitraum erneut Zustellversuche
vorgenommen. Wenn
diese nach einer festgelegten Anzahl Versuche endgültig nicht mehr erreichbar
sind, werden sie von der Verteilerliste gestrichen.
So lange die "hard bounces", also die dauerhaft unzu-stellbaren
Mails nicht über 1 Prozent liegen, müssen Sie sich keine Gedanken
machen. Eine höhere Anzahl mag darauf hindeuten, dass sich die Abonnenten
schon lange nicht mehr um Ihren Newsletter kümmern und es nicht für
nötig erachtet haben, sich bei einem (E-Mail-)Umzug bei Ihnen ab- oder
umzumelden.
3. An- und Abmeldungen
Die Zahl der Abonnenten und damit auch die An- und Abmeldungen
werden gerne als Kriterium für die Güte eines Newsletters angesehen.
Doch aus dem vorher Gesagten wurde bereits deutlich, dass die absoluten Zahlen
wenig
Aussagekraft haben.
Jeder freut sich über steigende Zahlen von Abonnenten, können
sie doch eine gewisse Wertschätzung oder ein Interesse an Ihren Themen
widerspiegeln. Was für einen Nutzen stellt die Zunahme von Abonnenten
darüber hinaus dar? Rein statistisch erhöht sie die Zahl der möglichen
Käufer. 1 Prozent von 5000 ist eben mehr als 1 Prozent von 2000.
Nicht
alle Newsletter verkaufen gleich. Dann kommt es auf die Qualifizierung von
Interessenten an. Das heißt: Sie sollten Ihren Verteiler dahingehend
nutzen, anhand verschiedener Angebote Interessensgruppen zu identifizieren.
Abmeldungen
mögen schmerzen und die Frage aufwerfen, ob Ihr Newsletter
noch attraktiv ist. Eine Rate von 1 Prozent muss aber nicht beunruhigen.
Das sind normale Fluktuationen aufgrund veränderter Rahmenbedingungen
der Bezieher wie Jobwechsel oder Interessenverschiebungen. Sehen Sie es auch
positiv: Es ist offenbar auch einfach, sich bei Ihnen wieder abzumelden.
Eine
plötzlich höhere Abmelderate sollten Sie beachten, wenn es
Ihnen darauf ankommt, eine langfristige Partnerschaft aufzubauen. Sind die
höheren Abmeldungen durch eine bewusste und gewollte Veränderung
hervorgerufen worden, wissen Sie, dass Sie damit eine Art negative Vorqualifizierung
vorgenommen haben. Sollten Sie sich die Veränderungen nicht erklären
können, hier sind einige Punkte, wo Sie suchen können:
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die Verschiebung inhaltlicher Schwerpunkte
trifft nicht mehr die ursprünglichen Interessen der (ersten) Leser |
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Abonnenten sind "herausgewachsen"; sie
erhalten durch Ihren Newsletter keine neuen Anregungen mehr |
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Abonnenten fühlen sich vielleicht durch Äußerungen
oder Haltungen
nicht mehr wohl |
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Sie haben Ihren Newsletterversand auf ein anderes
System umgestellt, das ein
effektives Bounce-Handling durchführt. Damit verlieren Sie auf einen Schlag
eine höhere Anzahl an "Karteileichen" |
4. Empfehlungen
Ihre Website hat das Feature "Empfehlen Sie uns weiter".
Sie sollten nicht unbedingt darauf verzichten, aber erwarten Sie keine großen
Würfe.
Erfahrungsgemäß ist es einfacher, durch Forwarding einen Newsletter
weiter zu reichen als extra ein Webformular auszufüllen.
Empfehlungen
lassen sich nur dann nachvollziehen, wenn sie durch Ihr Webformular erfolgten
und Sie automatisch benachrichtigt werden. Sie können Empfehlungen
durch das Webformular ein wenig beeinflussen, indem Sie regelmäßig
etwas ausloben.
5. Link-Popularität
Wie viele andere Websites auf Ihre Site verweisen, ist ein recht gutes
Kriterium für die Bedeutung in Ihrem Themenkreis. Weiters ist Link-Popularität
auch ein entscheidender Faktor beim Ranking von Websites durch Suchmaschinen.
Links zu bekommen ist daher Teil des Marketings, genauer gesagt: Arbeit
der Public Relations.
6. Leser-Feedback
Wie viele Leser sich an Umfragen beteiligen, Ihnen auf offene Fragen
antworten oder wie viele Leserbriefe Sie erhalten, ist meines Erachtens
ein zu
vernachlässigendes Erfolgs-Kriterium. Zu gering ist die Anzahl der
Rückmeldungen, die für gewöhnlich auf Newsletter eintrifft.
Eine
Ausnahme macht da der Newsletter MW-Online (http://www.mwonline.de),
der bei seinen Umfragen regelmäßig auf mehr als 1 Prozent Rückmeldungen
kommt. Das sind in Zahlen: zwischen 100 und 300 Antworten. Das höchste
Beteiligung erhielten die Betreiber beim Thema Weiterbildungsbedarf mit über
600 verwertbaren Antworten.
Der Newsletter des geschätzten Kollegen Andreas Frenko (http://www.onlinemarketer.de)
hat trotz seiner Abonnentenzahlen (über 12.000) ein recht wenig genutztes
Forum, obwohl sicherlich eine hohe Zahl von Fachleuten mitliest.
Gehen Sie
daher eher davon aus, dass es im Internet eine Trennung von Aufgaben gibt.
Newsletter, die mit Einkanal-Kommunikation gestartet sind
und dort ihre Erfolge haben, tun sich schwer, wirkliche Dialoge zu den
Abonnenten herzustellen. Wer sich für dieses Medium entscheidet, will
im wesentlichen kurzgefasst Informationen erhalten. Er nimmt die Informationen
zudem meist sehr selektiv auf, indem nur einzelne Artikel gelesen werden.
Wer
sich für einen lebendigen Austausch entscheidet, und damit auch
ein gewisses Rauschen in Kauf nimmt, abonniert Mailinglisten oder diskutiert
in Foren.
7. Kommerzieller Erfolg
Ist Ihr Newsletter selber das Produkt, das Sie verkaufen, ist natürlich
der kommerzielle Erfolg leicht abzulesen. In Deutschland gibt es bislang
nur eine ganz geringe Zahl an kommerziell erfolgreichen Newslettern. Einer
davon ist das Projektmagazin (http://www.projektmagazin.de) Mit rund 4.000
Abonnenten setzt das rein netzbasierte Magazin mehr als 20.000 Euro pro
Monat um. Nicht jeder Newsletter hat die Aufgabe, direkt Umsätze zu
erzeugen. Als PR-Instrument betrachtet, kann der Newsletter Vertrauen in
seine Herausgeber erzeugen. Und das ist die Basis für Geschäftsbeziehungen.
Fazit
Die Fragen lauten: Was ist für Sie Erfolg? Und wie können Sie
die quantitativen Ergebnisse interpretieren? |
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