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E-Mail
Marketing Know How |
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| Wie
Sie mehr Newsletter-Abonnenten werben - Vor- und Nachteile verschiedener
Verfahren |
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Autor:
Karsten Büttner, Online-Marketing-Praxis
Was steht einem Newsletter-Herausgeber nicht alles zur Verfügung,
um zu mehr Abonnenten zu kommen. Wir besprechen eine Reihe von Möglichkeiten
und deren Vor- und Nachteile.
Viral Marketing, Suchmaschinenmarketing,
Newsletter- Verzeichnisse, Newsletter-Anzeigen ...
Doch welcher Aufwand
lohnt und bringt wirklich die Abonnenten, die man braucht, um Umsätze
zu
generieren?
Koregistrierung
Die Idee ist smart: Sie erhalten innerhalb kurzer Zeit
viele neue Newsletter-Abonnenten dadurch, dass diese sich auf affinen
Websites
für Ihren Newsletter eintragen.
Ganz klar: Wer gerade erst mit
einem Newsletter startet oder seine Website (noch) nicht unter den
ersten 10 Suchergebnissen in den Suchmaschinen
ist, hat hier den Vorteil, je nach Thema und Zielgruppe recht schnell
zu einem Abonnentenstamm zu kommen.
Die hinter der Koregistrierung
stehende Idee ist einleuchtend: Wer einen Newsletter abonniert, nimmt
oft noch ein weiteres Angebot an.
So funktioniert's: Ein Kooperationspartner
hat auf seiner Newsletter-Anmeldeseite einen oder mehrere weitere
Newsletterangebote. Trägt sich jemand
für Ihren Newsletter ein, so zahlen Sie pro neu gewonnenen Abonnenten
einen einmaligen Betrag, der sich danach richtet, welche Angaben
Sie von dem Abonnenten erheben lassen.
In Deutschland ist dieses Thema
noch wenig bekannt. Deutscher Marktpionier ist die Firma Coreg (http://www.coreg.de),
die diese Dienstleistung
seit Mitte 2001 anbietet.
Wer hier beispielsweise einen E-Mail-Abonnenten
mit doppeltem Opt-In, Anrede/Geschlecht und Namen erhält, zahlt rund 1,70 Euro. Dafür
darf er die Adresse künftig unbegrenzt nutzen.
In vielen Fällen ist die erfolgsabhängige Bezahlung im
Vergleich zur Newsletter-Anzeige und anderen Anzeigenmedien erheblich
günstiger und planbarer.
Der Grund: Sie wissen bei einer Coreg-
Kampagne Ihre Kosten und den Zeitdauer der Adressatengewinnung schon
vorher. Sie geben Ihr
Ziel - sagen wir 10.000 Adressen in einem Monat vor - und Sie wissen,
dass Sie die Kampagne 17.000 Euro kosten wird.
Koregistrierung lohnt
sich dort, wo es darauf ankommt, in kurzer Zeit viele Abonnenten
zu bekommen. Denn viele Abonnenten können
auch der Grundstock für Empfehlungen sein.
Wie brauchbar die
Adressen, die über Koregistrierung gewonnen
wurden, im Hinblick auf ein Kundenpotenzial sind, hängt aber
u.a. von der Branche ab.
Eine Untersuchung von http://www.marketingexperiments.com zeigte jedenfalls bei einem vergleichbaren amerikanischen Programm
(Listbuilder),
dass die über die eigene Website generierten Newsletter-Abonnenten
weitaus stärker am Umsatz beteiligt waren als die durch Listbuilder.
Noch ein weiteres Phänomen wurde deutlich: die Abmelderaten
oder Bounces waren in der Gruppe der über Listbuilder gewonnenen
Adressen weit höher als die in der Vergleichsgruppe.
Die Besonderheit
von fremden Adressen wird auch immer wieder von Versandhändlern gemacht, die große Erfahrungen mit Direct
Marketing besitzen. Responseraten von selbst generierten Adressen
sind fast durchgängig höher als die der gekauften Adressen.
Kooperation
Wenn Sie potenzielle Kooperationspartner kennen, können Sie
die oben dargestellte Methode auch über eine private Vereinbarung
installieren. Auf Ihrer Website wird dann neben Ihrem Newsletterabo
auch die Möglichkeite eröffnet, einen oder mehr Newsletter
zu bestimmten Themen zu abonnieren. Im Vorfeld müssen Sie überlegen,
wie Sie diese Abonnenten- Gewinnung organisieren wollen.
a) Ein-Klick-für-alle-Bestellung Hierbei wird die E-Mail-Adresse
nur einmal eingegeben.
Eine Checkbox legt die Auswahl der Newsletter
fest und auch die Bestätigung wird nur einmal verschickt.
b)
Jeder für sich Hierbei können Sie die Eingabemaske
so gestalten, dass die Abonnenten-Angaben nur einmal aufgenommen
werden, aber jeder Newsletter einzeln bestätigt werden muss.
In jedem Fall ist auf Ihrer Seite und der der Kooperationspartner
technischer Aufwand und Organisation nötig, deren Kosten sich
unter Umständen erst mittelfristig lohnen. Eine derartige Kooperation
verspricht erfolgreich zu werden, wenn
a) die Kooperationspartner
etwa gleich stark sind
b) langfristig Abonnenten gewonnen werden sollen
c) die Kooperationspartner
zusätzliche Maßnahmen zur
Vertrauensbildung nutzen
Viral Marketing
Dem Viral Marketing liegt zugrunde, dass ein digitales
Produkt im Internet für eine bestimmte Zielgruppe so interessant ist, dass es an Freunde und
Bekannte weitergegeben wird. Die Hoffnung dabei ist, dass sich über das
digitale Produkt ein positives Image aufbaut, das mittelfristig zu einer Umsatzsteigerung
führen soll.
Dass ein Spiel sich auch zur Gewinnung von Geschäftskunden
eignet, haben die amerikanischen Kollegen von EmailSherpa gezeigt.
Ihr Spiel *Torture
a spammer* (http://www.tortureaspammer.com)
hatte innerhalb kurzer Zeit rund 75.000 Besucher. 5 Prozent abonnierten den
kostenfreien Newsletter.
Die positive Seite, so sieht es die Herausgeberin Anne Holland, sind 3.750
neue Leser, die man andernfalls nicht hätte.
Um die gewonnenen Adressen
in Bezug auf Kaufwilligkeit zu untersuchen, hat man das Verhalten der neuen
Abonnenten mittels Cookies verfolgt. Das Ergebnis
war ernüchternd: Von den regulären Lesern, die man durch andere Aktionen
gewonnen hatte, wurden 5 Mal so viele Verkäufe getätigt wie mit den
Spiele-Teilnehmern.
Newsletterverzeichnisse
Newsletterverzeichnisse sind von der Idee her eine
gute Sache. Als spezialisierte Bibliothekare machen sie das Internet ein bisschen
transparenter. Newsletterverzeichnisse
sind in der Regel für die Herausgeber Mittel zum Zweck.
Ein Teil der Verzeichnis-Anbieter
verkauft Banner auf seiner Website, ein anderer Teil verkauft Anzeigenplätze in Newslettern, wieder ein anderer
Teil ist selber Anbieter von Newsletter- Versandsystemen und führt im
wesentlichen die hauseigenen Newsletter.
Newsletterverzeichnisse reichen von
weniger als 100 Newslettern bis 4.500.
Mochten diese Verzeichnisse vor einigen
Jahren noch ein "Muss" für
jeden Newsletter-Betreiber sein, stellt sich zunehmend die Frage, ob der Aufwand
lohnt. Wer bei kostenlos.de einen Marketing-Newsletter anmeldet, ist dort in
der Regel falsch aufgehoben.
So erhielt beispielsweise einer dort verzeichneten
Newsletter zum Thema Marketing pro Monat rund 8 Klicks. Das Thema Auto war
da etwas interessanter. 30 Klicks
pro Monat wurden über das Verzeichnis generiert. (Nur noch einmal zur
Erinnerung: Klick bedeutet nicht notwendigerweise, dass der Besucher den Newsletter
auch abonniert hat!)
Eine große Rolle spielt das Umfeld. In einem stark auf Verbraucher ausgerichteten
Verzeichnis mit einer hohen Anzahl an Lebensglück-prophezeienden Veröffentlichungen
sollten Sie Ihren seriösen Newsletter nicht listen lassen. Sie würden
die falschen Leser anlocken.
Suchmaschinenmarketing
Unter Suchmaschinenmarketing verstehen wir im wesentlichen
zwei Strategien:
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über grafische und textliche Gestaltung
sowie Linkstrategien einen vordersten Platz in den Suchergebnissen für
spezifische Begriffe zu bekommen |
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über suchwortgesteuerte Anzeigen in den Suchmaschinen
gezielt Aufmerksamkeit zu bekommen |
Wer über die Gestaltung seiner Website ein hohes Ranking in den Suchmaschinen
erzielt, spart an anderer Stelle die Marketingkosten für Aufmerksamkeits-Strategien
ein. Denn die suchmaschinenkompatible (und nutzerorientierte) Websitegestaltung
hat keine Extra-Kosten verursacht.
Wem es nicht gelungen ist, unter den ersten
10 Suchergebnissen zu landen, muss auf sein Angebot auf andere Weise aufmerksam
machen. In den Suchmaschinen
besteht die Möglichkeit, dieses durch suchwortgesteuerte Kleinanzeigen
zu erreichen.
Für eine Reihe von Themen sind Anzeigen bei Overture und
Google noch immer der preiswerteste Weg, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Wenn
man diese
Aufmerksamkeit mit einem konkreten Produkt in Interesse wandeln kann, ist das
umso besser. Allerdings sollte man auch wissen, dass Newsletter nur dann noch
hohes Interesse erzeugen, wenn sie sich inhaltlich von der Masse unterscheiden.
Doch
das Thema - und damit die Kosten für die Suchworte - entscheidet,
ob sich eine Suchmaschinenstrategie lohnt. So testete Internet-Marketing-Kollege
Sascha Langner Google vor kurzem zur Gewinnung neuer Abonnenten für seinen
Newsletter.
Insgesamt erzielten seine fünf Anzeigen bei Google 3.822 Klicks http://markex.de/deutsch/webmarketing/archiv/bezahlte_suchergebnisse3.htm)
Etwa 500 Abonnenten dürfte er bei dieser Aktion gewonnen haben. Da die
Preise für Keywords um das Thema Online Marketing vergleichsweise hoch
sind, dürfte ihn diese Aktion mindestens 2.500 Euro gekostet haben. Damit
hätte die Gewinnung eines Abonnenten 5 Euro gekostet.
Ob sich diese Investition
im Vergleich zu einer anderen Strategie - beispielsweise Koregistrierung -
mittelfristig lohnt, kann er im Grunde erst beurteilen, wenn
er ermitteln kann, wie viele dieser 500 Neu-Abonnenten zu einer Vergleichsgruppe
zu Kunden werden.
Empfehlungen
Empfehlungen sind die einfachste, effektivste und kostengünstigste Methode,
um neue Abonnenten zu erhalten. Etwa 60 Prozent derer, die eine Empfehlung
erhalten, abonnieren einen Newsletter. Das ist das Ergebnis einer Mini-Erhebung
in Kundenkreisen und bei Bekannten. Die Schwankungsbreite ist dabei allerdings
auch sehr hoch. Aber: In der Regel ist die Zahl der Empfehlungen nicht sehr
hoch. Und das scheint ganz unabhängig davon zu sein, ob Sie für den
Empfehlenden ein kleines Geschenk bereit halten oder nicht. Die einfachste
Form der Empfehlung ist die Weiterleitung des Newsletters. Diese ist in der
Regel schwer zu messen. Hier wäre es allerdings interessant, wie sich
die so geworbenen Abonnenten in Bezug auf Lesetreue und Käufe verhalten.
Fazit
Selbst eine Abonnenten-Gewinnung, die 5 Euro kostet, kann sich mittelfristig
auszahlen. Denn die so gewonnenen Abonnenten können nun mit recht niedrigen
laufenden Kosten im Laufe eines Jahres häufiger kontaktiert werden.
Die
Responserate der so gewonnenen Interessenten wird insgesamt höher
und die Kosten pro Kunde niedriger sein als eine direkt auf Verkauf abzielende
Aktion. |
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